Betrug am Telefon? „Ein alter Hut“, sagt mancher, „passiert mir nicht“, schlussfolgern viele. Ein Irrtum.

Aktuell kommt es in Bochum, Herne und Witten wieder zu vielen Fällen. Die Polizei warnt und macht deutlich, wie gerissen die Täter vorgehen und mit welch absurden Legenden sie ihre Opfer einwickeln. Die Bestandsaufnahme eines Tages.

Wer den Polizeinotruf 110 anruft, wird mit der Leitstelle der Polizei verbunden. Nachfolgend eine Auswahl der Anrufe von Donnerstag, 12. November:

  • zunächst ein falscher Sparkassenmitarbeiter,
  • dann jemand, der einen Notstand vortäuscht,
  • ein anderer, der nach einem vorgetäuschten Unfall Bares braucht
  • und eine angebliche Enkelin, die nach Geld für einen Wohnungskauf fragt.

Einige Fälle sind skurril, wie der, bei dem die Tochter des Geschädigten angeblich im Gefängnis sitzt. Und andere sind bedrohlich – etwa der Betrüger, der dem Angerufenen weißmachen will, seine Frau sei bei einem Verkehrsunfall umgekommen. Oder der Täter, der behauptet, die Tochter würde ohne eine Geldzahlung nicht mehr lebend nachhause kommen.

Was alle Anrufe eint:

Für die Betroffenen sind sie unglaublich echt. Passiert ist an diesem Donnerstag nach aktuellem Stand nichts, es blieb stets beim Versuch. Doch die Dunkelziffer ist hoch – und die Scham der Opfer, über so eine Tat zu sprechen, ebenso.

Das Kriminalkommissariat 13 (KK 13) mahnt:

Auflegen ist nicht unhöflich! Ihr Gegenüber ist gewieft, agiert professionell und will nur Ihr Geld – schieben Sie dem kriminellen Treiben einen Riegel vor! Sprechen Sie ältere Mitmenschen – Mutter, Vater, Nachbarn – an und geben Sie diese Warnung weiter. Denn Betroffene verlieren nicht nur viel Geld, sondern oft auch Ihren Stolz und ihren Lebensmut.
Quelle: Polizei Bochum
Artikelbild: Shutterstock / SannePhoto

 

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