Man muss keine Mutter sein, um Mitleid zu bekommen, wenn man ein scheinbar leidendes Baby sieht. Dies nutzen Betrüger schamlos aus.

Die Bilder dürften viele schmerzen: Ein neugeborenes Baby namens Elizabeth soll da im Krankenhaus liegen, ihre Lebenserwartung liege nur bei vier Monaten, wenn sie nicht operiert wird. Deswegen solle man ganz schnell für die Operation spenden, um das Leben des Babys zu retten.

So sieht die Facebook-Seite (siehe HIER) aus:

Die Spendenseite auf Facebook für das Baby
Die Spendenseite auf Facebook für das Baby

Im Titelbild und im Profilbild ist das Baby zu sehen, angeblich handele es sich um die kranke Elizabeth.

„Mimikama, warum verpixelt ihr ein Baby?“

Es stimmt, ein Baby sieht (zumindest wenn man nicht der Vater oder die Mutter ist) nicht unbedingt individuell aus. In diesem Fall müssen wir aber aus einem anderen Grund verpixeln, denn die Bilder sind urheberrechtlich geschützt.

Der Druck auf die Tränendrüse und geklaute Bilder

Mit immer wieder denselben zwei Bildern wird auf der Facebookseite zu Spenden aufgerufen, bereits 24.000 Dollar sollen gesammelt worden sein, doch fehle noch ein ganzes Stück zu den benötigten 123.000 Dollar:

Spendenaufruf für das Baby,Verpixelung von uns
Spendenaufruf für das Baby,Verpixelung von uns

Per PayPal oder per GoFundMe wird angeboten, Spenden zu überweisen – doch die Notbremse wurde bereits gezogen: GoFundMe hat den Spendenaufruf bereits gelöscht (siehe HIER), bei PayPal haben wir den Account gemeldet.

Die beiden Bilder lassen sich leicht im Internet durch die Bilderrückwärtssuche auf Google finden: Sie stammen von einem Fotografen mit dem Nutzernamen „Yobro10“ und sind auf iStock zu finden (HIER und HIER). Die Verwendung der Bilder kostet jeweils 9 Euro, sie zeigen ein vorzeitig Neugeborenes auf der Neonatologie Intensivstation.

Fazit

Spendenaufrufe auf Facebook gibt es immer wieder, viele davon sind auch nachweislich echt und stammen wirklich von Menschen in finanzieller Not. Doch diese Spendenaufrufe haben es durch solche Betrüger noch schwerer, denn zur finanziellen Not kommt nun auch das Mißtrauen, dass es sich um einen betrügerischen Spendenaufruf handeln könne – wie eben diesen für das nicht-vorhandene Baby Elizabeth.

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