Die rasante Entwicklung digitaler Technologien und ihr Einfluss auf Kinder ist ein Thema, das Eltern und Pädagogen weltweit beschäftigt. Insbesondere die Auswirkungen der Bildschirmzeit auf die Gehirnentwicklung von Kindern bis zu zwölf Jahren sind ein zentrales Anliegen.

Umfangreiche Datenanalyse und ihre Ergebnisse

Forscher der Hong Kong University of Education, der Shanghai Normal University und der Macquarie University analysierten die Daten von 33 Studien, die die Auswirkungen digitaler Technologien auf das kindliche Gehirn untersuchten.

Dabei konzentrierten sie sich auf Veränderungen im präfrontalen Kortex. Dieser ist für exekutive Funktionen wie Arbeitsgedächtnis und Planungsfähigkeit zuständig. Auch der Scheitellappen, der eine Schlüsselrolle bei Gedächtnis-, Hör- und Sprachprozessen spielt, und der Hinterhauptslappen, der visuelle Informationen interpretiert, waren davon betroffen.

Details der Studien

Die untersuchten Forschungsarbeiten, die zwischen Januar 2000 und April 2023 veröffentlicht wurden, bezogen sich auf Kinder ab einem Alter von sechs Monaten. Die Studien zeigten, dass Kinder am häufigsten bildschirmbasierte Medien nutzen, gefolgt von Spielen, virtuellen visuellen Darstellungen, Videos ansehen und bearbeiten sowie der Nutzung von Internet und Tablets.

Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass frühe Interaktionen mit digitalen Medien signifikante Auswirkungen auf die Struktur des kindlichen Gehirns haben und wie das Gehirn funktioniert. Viele dieser Auswirkungen wurden von den Wissenschaftlern als negativ bewertet.

Die Doppelseitigkeit der Bildschirmzeit

Interessant ist, dass die Studie nicht nur negative, sondern auch positive Aspekte der Bildschirmzeit zu Tage förderte. Während einige Forschungsergebnisse auf negative Auswirkungen auf die Aufmerksamkeit, die Fähigkeit zur exekutiven Kontrolle und auf kognitive Prozesse hinwiesen, stellten andere Studien positive Auswirkungen auf bestimmte Gehirnfunktionen fest. Dies weist auf die Komplexität und Zwiespältigkeit der Auswirkungen digitaler Medien auf das kindliche Gehirn hin.

Lesen Sie auch >   Bild von Sir Keir Starmer mit rosa Hijab ist nicht echt

Digitale Technologien und Entwicklungsstufen

Ein wichtiger Aspekt der Studie war die Untersuchung der Auswirkungen digitaler Aktivitäten auf die Plastizität des Gehirns. Damit ist die Formbarkeit des Gehirns während entscheidender Entwicklungsphasen gemeint. Die Forscher stellten fest, dass die visuelle Entwicklung vor allem vor dem achten Lebensjahr und die Sprachentwicklung vor dem zwölften Lebensjahr stattfindet. Phasen, die durch zu viel Bildschirmzeit beeinträchtigt werden könnten.

Konkrete Empfehlungen für Eltern und Pädagogen

Statt einer generellen Begrenzung der Bildschirmzeit empfehlen die Experten den Einsatz von Programmen, die eine positive Entwicklung des Gehirns fördern. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Vorteile digitaler Technologien zu nutzen. Gleichzeitig sollen mögliche Nachteile minimiert werden.

Fazit: Ausgewogener Ansatz ist entscheidend

Die Studie beleuchtet die komplexen Auswirkungen der Bildschirmzeit auf Kinder und unterstreicht die Notwendigkeit eines ausgewogenen Ansatzes. Während bestimmte digitale Erfahrungen förderlich sein können, ist es wichtig, die Nutzung von Bildschirmmedien sorgfältig zu kontrollieren, um eine gesunde Entwicklung des Gehirns zu unterstützen.

Quelle: Pressetext.com

Abschließend möchten wir Sie einladen, sich für den Mimikama-Newsletter anzumelden und unser Medienbildungsangebot zu erkunden, um mehr über die Auswirkungen digitaler Medien auf die Gesellschaft zu erfahren.

Das könnte dich auch interessieren:

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)