Ute Lehr: Kettenbrief ist ein Fake!

Andre Wolf, 29. April 2020
Ute Lehr
Ute Lehr

Die Warnung vor Ute Lehr wird derzeit wieder auf Social Media verbreitet. Wir erklären, warum sie ein Fake ist und man den Kettenbrief nicht verbreiten sollte.

Nein, wir haben uns das nicht ausgedacht: Der alte Kettenbrief mit der Warnung vor dem „Virus“ Ute Lehr wird derzeit wieder auf Social Media verbreitet. In seinem Kern handelt es sich um einen Kettenbrief mit einer langen Tradition.

Inhaltlich geht die Warnung vor der lieben Ute auf das Jahr 2011 und gar früher zurück. Der Kettenbrief ist im Laufe der Jahre immer leicht verändert worden, Namen wurden ausgetauscht, teilweise wurden auch verschiedene Kettenbriefe zusammengefügt.

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Aus dieser jahrelangen Entwicklung stammt jetzt der Kettenbrief, der vor einem Virus warnt, der sich angeblich sogar über WhatsApp verbreiten könne. Man liest:

Sag mal bitte allen Leuten in deiner Liste, dass sie den Kontakt „Ute Lehr“ nicht annehmen sollen! Das ist ein Virus (über whatsapp) der zerstören die ganze Festplatte und zieht sich die Daten runter, wenn ihn einer deiner Kontakte erwischt, bist du auch betroffen, weil er sich durch die Liste frisst! Wenn dich die Nummer 01719626509 anruft, nimm ja nicht ab! Ist ein Hacker und es werden auch all deine Kontakte betroffen sein! Es ist heute morgen auch von EUROP1 und SAT1 bestätigt worden!
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Ute Lehr: Die Entwicklung

Was anfangs Moritz Häupl war, wurde später zu Marcel Hohmann, Domenik Beuting und irgendwann zu Ute Lehr: Der Kettenbrief an sich ist bereits viele Jahre alt und mutiert regelmäßig.

In unserem Artikel „Kettenbrief im Anmarsch“ (hier lesen) beschreiben wir genau die Entwicklung, die dieser Kettenbrief bereits hinter sich hat. Im Laufe der Zeit wechselte der Name des Öfteren und es wurden Informationen dazu- oder weggedichtet.

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Das Tondokument eines angeblichen Polizisten über die „BRD GmbH“ (Faktencheck). Seit über sieben Jahren kursiert bereits ein Tondokument eines angeblichen Polizisten, nun ist es wieder neu bebildert aufgetaucht. HIER weiterlesen.


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