Bereits Anfang 2021 fiel auf, dass Personen, die sich mit Vektorimpfstoffen impfen ließen, signifikant öfter Thrombosen in Kombination mit Thrombozytopenie entwickelten, weswegen AstraZeneca im April 2021 in einem Rote-Hand-Brief darauf hinwies, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen Impfungen mit Vaxzevria und dem Auftreten von Thrombosen in Kombination mit Thrombozytopenie plausibel ist.
Eine erste Patientenstudie bestätigte nun den Verdacht.

Was ist eine Thrombozytopenie?

Bei einer Thrombozytopenie hat man zuwenig Thrombozyten im Körper, die hauptverantwortlich für die Blutstillung und Blutgerinnung sind. Sie kann zu minimalen Hauteinblutungen über Nasenbluten bis hin zu gefährlichen Organblutungen führen.

Eine Thrombozytopenie macht sich zumeist durch kleine, rote Punkte an Armen oder Beinen bemerkbar. Ein Arzt kann durch eine Blutuntersuchung den Verdacht verifizieren, die Behandlung richtet sich je nach Schweregrad, eine nur leichte Thrombozytopenie nach einer Impfung klingt von selbst ab.

Wie lösen Vektorimpfstoffe eine VITT aus?

Die Ursache für die schwere impfstoffinduzierte immunthrombotische Thrombozytopenie (VITT) sind Antikörper gegen ein Protein, welche die Blutgerinnung stark auslösen – und exakt diese Antikörper werden durch Bestandteile in Vektorimpfstoffen aktiviert, da sich die Bestandteile an die Proteine binden.

Einfach ausgedrückt: Bestandteile in den Vektorimpfstoffen binden sich an ein Protein, dadurch schlägt das Immunsystem Alarm, schickt Antikörper los, aber die sorgen leider für eine starke Blutgerinnung.

Die Studie

Die Patientenstudie wurde am 27. Juni im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht (siehe HIER) und trägt den Titel „SARS-CoV-2-Infektion bei Patienten mit einer VITT in der Vorgeschichte“.

In der Studie, an der 69 VITT-Patienten teilnahmen, konnte Dr. Linda Schönborn sicher widerlegen, dass eine VITT durch das SARS-CoV-2 Virus oder dessen Spike-Protein ausgelöst wird, jedoch die Zusammensetzung der Impfstoffe auf Adenovirus-Vektorbasis, also AstraZeneca und Johnson & Johnson, anscheinend problematisch ist.

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Die gute Nachricht aus dieser Erkenntnis: Durch eine Modifizierung der Vektorimpfstoffe kann diese seltene, aber schwere Nebenwirkung ausgeräumt werden.

Fazit

Natürlich ist eine einzelne Studie, an der nur 69 Personen teilnahmen, für sich alleine gesehen nicht sehr aussagekräftig, jedoch bestätigt sie die bisherigen Erkenntnisse aus den Statistiken. Auch wenn beispielsweise bis November ’21 „nur“ fünf Menschen in den USA durch diese seltene und schwerwiegende Nebenwirkung starben, sind das fünf zuviel!

In Deutschland und Österreich wird der Impfstoff von AstraZeneca nicht mehr verimpft, und der Impfstoff von Johnson & Johnson wurde im Januar 2022 in Sachen Wirksamkeit von der Stiko als „ungenügend“ deklariert.

Da die Studie auch nachweisen konnte, dass mRNA-Impfstoffe kein VITT auslösen, sei allen, die sich in Zukunft impfen lassen werden, auf jeden Fall ein mRNA-Impfstoff angeraten.

Weitere Quelle: Deutsches Gesundheitsportal

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