Oder: warum Nemo niemals von einem “Vater” aufgezogen worden wäre. Liebe Nemo-Fans, ihr müsst jetzt ganz stark sein: Nemos Vater ist ein Fake! Zumindest wäre er mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Realität nicht mehr sein Vater, sondern eher seine Mutter.

Netzfund: dieser Inhalt ist kein „ZDDK“ im klassischen Sinne, sondern dient zur Unterhaltung. Der Netzfund basiert dabei auf einem in den sozialen Netzwerken gefundenen Inhalt.

Denn wenn bei Clownfischen das Weibchen stirbt, kann das Männchen das Geschlecht wechseln. Bzw. eines der Männchen, denn das Leben, ja bringen wir es auf den Punkt, das Geschlechtsleben unter den Anemonenfischen ist ein wenig anders gestaltet. Anemonenfische halten nicht viel von klassischer Monogamie, ebenso ist es kein zwingend statischer Zustand, ein Anemonenfischmännchen sein zu müssen.

Gruppenleben

Diese Art lebt im Meer Anemonen in Gruppen. Dabei bildet das größte Tier das Weibchen, die vielen kleineren sind die Männchen. Hierbei pflanzen sich also nun die wenigen großen Weibchen mit den vielen kleineren Männchen fort. An dieser Stelle nun der interessante Aspekt: kommt eines der wenigen Weibchen um, so wie im Film geschehen, rückt ein Männchen an die Stelle nach. Sprich: innerhalb von recht kurzer Zeit wechselt ein Männchen das Geschlecht.

Protandrisch

Anemonenfische, so wie auch Nemo, sind protandrisch. Das bedeutet, dass alle Jungtiere zunächst männlich sind. Diese männlichen Tiere können im laufe ihres Lebens das Geschlecht wechseln, um den Fortbestand der Gruppe zu gewährleisten. Dies funktioniert jedoch immer in nur eine Richtung, sollte ein Männchen im laufe des Lebens die Rolle eines Weibchens einnehmen müssen, dann ist das auch der endgültige Zustand. Daher gibt es auch keine beliebigen Wechsel innerhalb der Gruppen, sondern immer nur einen Wechsel, wenn kein Weibchen mehr vorhanden ist.

Das …. ist bei Nemo der Fall.

Referenzmaterial:

  • Gender-bending Fish
  • Helfman, G. S., Collette, B. B., and Facey, D. E. 1997. The Diversity of Fishes. 535 pp. Blackwell Publishing, Malden, MA.
  • Sadovy de Mitcheson, Y. and Liu, M. 2008. Functional hermaphroditism in teleosts. Fish and Fisheries 9:1-43.
  • Warner, R. R. Metamorphosis. Science 82 3:42-46.
  • Wiley, E. O. and Johnson, G. D. 2010. A teleost classification based on monophyletic groups. In J. S. Nelson, H.-P. Schultze, & M. V. H. Wilson (eds) Origin and Phylogenetic Interrelationships of Teleosts. Pp. 123-182, Verlag Dr. Friedrich Pfeil, München, Germany.


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