Rassistische Werbung mit Ku Klux Klan schockt

Rassistische Werbung in Kanada löst Empörung aus. Mimikama liefert Hintergründe und Reaktionen zu diesem skandalösen Vorfall und den Ermittlungen dazu

Kanadisches Unternehmen Coquitlam Liquor, Tobacco and Food Delivery nimmt Webseite offline

Der kanadische Spirituosen-, Tabak- und Lebensmittelzusteller Coquitlam Liquor, Tobacco and Food Delivery steht aufgrund eines an den Ku-Klux-Klan (KKK) erinnernden Postings massiv in der Kritik.

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Zu sehen sind drei Bierdosen, die weiße Zipfelmützen tragen. In der Mitte befindet sich eine braune Bierflasche, die an einer Schnur hängt. Laut „CTV News Vancouver“ wurde die Abbildung auf der Webseite des Zustellers veröffentlicht.

Aufsehen für mehr Reichweite

Experten kennen ähnliche Fälle, in denen ebenfalls Grenzen überschritten wurden:

„True Fruits Smoothies ist da ein gutes Beispiel. Auch diesem Unternehmen wird Rassismus vorgeworfen und sie nehmen solche Kritik bewusst in Kauf, um Reichweite und Medienpräsenz zu erzielen. Bisher haben sie auch keinen der betreffenden Posts wieder gelöscht, sondern immer gegengehalten“,

so Social-Media-Berater Felix Beilharz gegenüber pressetext.

Der aktuelle Vorfall in Kanada hat nun zu Ermittlungen der Royal Canadian Mounted Police geführt. Nach der Veröffentlichung des zweifelhaften Bildes hat Coquitlam Liquor, Tobacco and Food Delivery eine Reihe negativer Reviews erhalten.

Vergangenen Mittwoch wurden dann sowohl die Webseite als auch der Facebook-Auftritt des Unternehmens offline gesetzt. Googles Reviews zufolge ist der Betrieb sogar dauerhaft geschlossen.

Facebook-Userin Tasyana Siouras zeigt sich vom Posting entsetzt. Rassistische Verhaltensweisen in Kanada sollten ihrer Meinung nach nicht ohne Konsequenzen bleiben.

„Bis dato wurden noch keine Anklagen erhoben und niemand wurde verhaftet“,

gibt Michael McLaughlin von der Royal Canadian Mounted Police zu Protokoll.

„Wir müssen betonen, dass Menschen zwar Dinge tun, die anstößig sind und die uns missfallen, aber die nicht unbedingt die Schwelle für eine Strafanzeige erreichen“,

erklärt McLaughlin.

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Verhaltensregeln stets beachten

„Bei einer Rüge handelt es sich um die letzte Sanktion. Vorher kommt es noch zu einer Beanstandung, die dem Unternehmen eine Möglichkeit einräumt, Änderungen vorzunehmen“,

informiert der Deutsche Werberat im pressetext-Gespräch. Bei der Gestaltung von Werbung sollte ein Unternehmen darauf achten, die Grundregeln zu beachten.

„Kommerzielle Kommunikation hat die allgemein anerkannten Grundwerte der Gesellschaft und die dort vorherrschenden Vorstellungen von Anstand und Moral zu beachten“,

ist den Standards zu entnehmen. Eine Rüge musste vom Deutschen Werberat im vergangenen Jahr 16 Mal ausgesprochen werden. Über 90 Prozent der vom Werberat kontaktierten Unternehmen folgen seinem Urteil und ändern oder stoppen ihre Werbung, wenn dieser ein Verstoß gegen die Verhaltensregeln der Branche bescheinigt wird.

Quelle: pressetext

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