Stell dir vor, du surfst gemütlich auf Facebook, und plötzlich poppt eine Nachricht auf. Eine emotionale Story, vielleicht von einer scheinbar kranken Frau aus Spanien, die ihr Vermögen mit dir teilen will. Sie bittet um Hilfe, bietet dir Geld. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Das ist es auch.

Aktuell handelt es sich um solche und ähnliche Nachrichten oder Kommentare, die einen auf Facebook erwischen können:

“Hallo, es tut mir leid, dich auf deinem Kanal zu kontaktieren. Ich habe gerade dein Profil gesehen und denke, dass du wie für mich gemacht bist. Mein Name ist übrigens Dolores Heiermeier, ich komme aus Deutschland und lebe in Spanien. Ich leide an einer ziemlich schweren Krankheit, die zum Tod führen kann: Leberkrebs. Mein Hausarzt hat mir gerade gesagt, dass die Zeit knapp wird. Allerdings habe ich 350.000 Euro auf meinem Konto und möchte diese gerne an eine ehrliche und freundliche Person spenden, die weiß, wie man sie sinnvoll einsetzt. Ich besitze eine Immobiliengesellschaft, deren Aktien über die ganze Welt verteilt sind, aber nach meinem Tod fallen alle diese Aktien an meine Gesellschafter zurück.

Der Verlust meiner Frau vor vier Jahren hat mich sehr getroffen und ich konnte erst am Tag nach ihrem Tod wieder heiraten, daher möchte ich dieses Geschenk jemand anderem machen. Wir konnten keine Kinder bekommen, weil mein Mann unfruchtbar war und keine adoptieren konnte. Ich habe diese Krankheit nicht und meine Tage gehen zu Ende. Bevor ich sterbe, möchte ich einer ehrlichen Person spenden. Wenn nicht, wird meine Bank nach meinem Tod mein gesamtes Vermögen beschlagnahmen. . Etwas, das ich mir nicht erlauben würde.”

Der digitale Lockruf

Die Masche ist alt, das Medium neu. Betrüger nutzen seit jeher emotionale Geschichten, um ihre Opfer anzulocken. Heute sind es nicht mehr Briefe oder Anrufe – heute sind es E-Mails und Nachrichten auf Social Media, wie z.B. Facebook.

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Nichts ist umsonst, besonders nicht im Netz

„Wenn du nicht für das Produkt zahlst, bist du das Produkt“, ein Spruch, der im digitalen Zeitalter seinen Ursprung fand. Aber wenn dir jemand Geld anbietet, ohne dass du etwas dafür tun sollst? Dann zielst du womöglich selbst ins Visier von Betrügern.

Lerne, die Zeichen der Facebook-Betrüger zu lesen

Es gibt Warnsignale. Unerwartete Nachrichten von Fremden, die unglaubliche Geschichten erzählen. Grammatikfehler, Ungereimtheiten in der Story, seltsame E-Mail-Adressen oder Links zu dubiosen Websites. All das sind Indikatoren, dass hier etwas faul ist.

Gepanzert gegen Betrug: So schützt du dich

Vorsicht ist besser als Nachsicht. Klick nicht auf unbekannte Links. Geb deinen Verstand nicht an der digitalen Tür ab. Überprüf Geschichten, die zu gut klingen, um wahr zu sein, und vertrau deinem Bauchgefühl. Wenn du unsicher bist, such nach Faktenchecks oder wende dich an Experten.

Fazit: Ein gesundes Misstrauen schützt

Im digitalen Zeitalter sind wir ständig mit Informationen bombardiert. Die Kunst besteht darin, die echten von den falschen Nachrichten zu unterscheiden. Ein gesundes Misstrauen und das Wissen um gängige Betrugsmaschen können dich vor dem nächsten Facebook-Betrüger schützen. Bleib wachsam!

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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)