Die Welt des Internets ist reich an Geschichten, Theorien und, ja, auch an Fehlinformationen. Eine dieser Fehlinformationen, die im Internet für Aufsehen gesorgt hat, bezieht sich auf Julia Gillard, die ehemalige Premierministerin von Australien. Viele fragen sich: Hat sie wirklich die ihr zugeschriebenen umstrittenen Äußerungen über Muslime gemacht? Werfen wir einen Blick hinter die Kulissen und entwirren das Netz aus Halbwahrheiten.
Das Gerücht über Julia Gillard
Julia Gillard war von 2010 bis 2013 australische Premierministerin. Ein Gerücht behauptet, sie habe Muslime aufgefordert, Australien zu verlassen, falls sie nach der Scharia leben möchten.

In ihrer Amtszeit hat Gillard viele Entscheidungen getroffen und Aussagen getroffen, aber keine, die mit der oben genannten Botschaft übereinstimmt.
Die Wahrheit hinter den Worten
Die Recherche, dass diese konkreten Worte nicht von Gillard kamen. Tatsächlich wurden einige dieser Aussagen im Jahr 2005 – lange vor Gillards Amtszeit als Premierministerin – von anderen australischen Politikern gemacht, wenn auch in einem anderen Kontext. – Darüber haben wir bereits 2016 HIER berichtet.
Das Problem mit „Copy-Paste“
Es stellte sich heraus, dass ein Teil des Textes, der der ehemaligen Premierministerin Australiens zugeschrieben wurde, in Wirklichkeit ein Auszug aus einem Artikel eines US-Veteranen nach den Anschlägen vom 11. September 2001 war. Es scheint, als hätte jemand die Originalaussagen genommen und sie angepasst, um sie in den australischen Kontext einfließen zu lassen.
Fazit
Diese umstrittenen Aussagen hat Julia Gillard nicht getätigt.
Das Internet ist Fluch und Segen zugleich. Es gibt uns Zugang zu Informationen in Sekundenschnelle. Aber es erfordert auch ein wachsames Auge, um Fakten von Fiktion zu unterscheiden. Wenn Sie das nächste Mal auf eine „schockierende“ Nachricht treffen, nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um zu recherchieren und sicherzustellen, dass Sie die ganze Geschichte kennen.
Das könnte auch interessieren:
Die Sucht, zu teilen: Social Web und das rücksichtslose Posten
1849,52 Euro monatlich für eine „Ukrainischen Edelasylantin“? – Faktencheck
Vorsicht vs. Misstrauen: Der Unterschied, der im Netz zählt
Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Bedeutung fundierter Informationen schätzt, werde Teil des exklusiven Mimikama Clubs! Unterstütze unsere Arbeit und hilf uns, Aufklärung zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Als Club-Mitglied erhältst du:
📬 Wöchentlichen Sonder-Newsletter: Erhalte exklusive Inhalte direkt in dein Postfach.
🎥 Exklusives Video* „Faktenchecker-Grundkurs“: Lerne von Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und bekämpfst.
📅 Frühzeitiger Zugriff auf tiefgehende Artikel und Faktenchecks: Sei immer einen Schritt voraus.
📄 Bonus-Artikel, nur für dich: Entdecke Inhalte, die du sonst nirgendwo findest.
📝 Teilnahme an Webinaren und Workshops: Sei live dabei oder sieh dir die Aufzeichnungen an.
✔️ Qualitativer Austausch: Diskutiere sicher in unserer Kommentarfunktion ohne Trolle und Bots.
Mach mit und werde Teil einer Community, die für Wahrheit und Klarheit steht. Gemeinsam können wir die Welt ein bisschen besser machen!
* In diesem besonderen Kurs vermittelt dir Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und effektiv bekämpfst. Nach Abschluss des Videos hast du die Möglichkeit, dich unserem Rechercheteam anzuschließen und aktiv an der Aufklärung mitzuwirken – eine Chance, die ausschließlich unseren Club-Mitgliedern vorbehalten ist!
Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)

