Digitale Betrügereien sind längst nicht mehr neu, doch sie finden immer wieder neue, erfinderische Wege, um den unvorbereiteten Bürger ins Visier zu nehmen. Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) in Österreich warnt aktuell vor einer Welle von gefälschten E-Mails und SMS-Nachrichten. Die Betrüger tarnen sich geschickt hinter der seriösen Fassade von Oesterreich.gv.at, um an die persönlichen Daten unverdächtiger Bürger zu gelangen.

Phishing – eine immer noch aktuelle Bedrohung

Obwohl die Bedrohung durch Phishing-Angriffe seit Langem bekannt ist, ist sie immer noch eine weitverbreitete Betrugsmethode im Internet. In einer sich immer schneller digitalisierenden Welt haben Betrüger immer mehr Möglichkeiten, ihre Aktivitäten auszuweiten und zu verbessern. E-Mail und SMS sind zwei der am häufigsten genutzten Kommunikationskanäle für diese Art von Angriffen.

Der „BMF“ – Betrug im Detail

Die betrügerischen Nachrichten im aktuellen Fall geben sich als Mitteilungen von „Oesterreich.gv.at“ bzw. „Austria Government Digitaler Vertrieb und Service“ aus. Die Empfänger werden darauf hingewiesen, dass sie einen Online-Antrag ausfüllen müssen, um eine Rückerstattung zu erhalten.

Beispiel einer solchen Nachricht

„Nummer der Rückerstattungsrechnung: (VAT7********7895)
Österreichische Regierung
Sehr geehrter Kunde, der letzte Restbetrag Ihres Kontos wurde aufgrund eines Systemfehlers doppelt ausbezahlt. Bitte füllen Sie einen Antrag aus, um die Rückerstattung zu erhalten. Der Betrag wird innerhalb von 4 Werktagen auf Ihre Kreditkarte zurückerstattet.
https…(Link)
Bis bald online
Austria Government Digitaler Vertrieb und Service“

Auf den ersten Blick wirkt diese Nachricht seriös, doch bei genauerer Betrachtung offenbaren sich Hinweise auf den Betrug:

  1. Der Absender: Eine offizielle Nachricht des BMF käme normalerweise von einer vertrauenswürdigen E-Mail-Adresse. In diesem Fall stammt die Nachricht jedoch von einer gefälschten Adresse, die nur vorgibt, von der österreichischen Regierung zu sein.
  2. Der Link: Die Nachricht enthält einen Hyperlink, der auf eine gefälschte Webseite führt. Diese ist im Stil von FinanzOnline gestaltet und fordert zur Eingabe persönlicher Daten auf.
  3. Die Forderung: Die Nachricht fordert die Empfänger auf, persönliche Daten wie Kreditkarteninformationen und Kontodetails preiszugeben. Dies ist ein klares Zeichen für einen Phishing-Versuch.
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BMF reagiert: So erkennen Sie den Betrug

Das BMF warnt die Bürgerinnen und Bürger eindringlich vor diesen und ähnlichen Betrugsversuchen. Es betont, dass es sich bei allen versendeten Nachrichten und verlinkten Webseiten um Fälschungen handelt. Das BMF weist auf folgende Punkte hin

  • Das BMF verschickt grundsätzlich Informationen in Form von Bescheiden per Post oder in die FinanzOnline Databox.
  • Das BMF fordert niemals die Übermittlung persönlicher Daten wie Passwörtern, Kreditkartendaten oder Kontoinformationen.

Das heißt, wenn Sie eine solche Nachricht erhalten, sollten Sie diese sofort löschen und auf keinen Fall den darin enthaltenen Anweisungen folgen oder auf Links klicken.

Weitere Ressourcen und Sicherheitstipps

Das BMF stellt auf seiner Website einen Informationsfolder zum Thema „Vorsicht Betrug! Geben Sie Internet-Betrügern keine Chance“ zur Verfügung. Der Folder enthält wertvolle Informationen über Betrugsmaschen, Merkmale von Betrugsversuchen und notwendige Sicherheitsmaßnahmen.

Einige wichtige Sicherheitstipps sind:

  • Seien Sie immer skeptisch gegenüber unerwarteten E-Mails oder SMS, insbesondere wenn sie zur Eingabe persönlicher Informationen auffordern.
  • Klicken Sie nicht auf Links in verdächtigen Nachrichten.
  • Überprüfen Sie die Absenderadresse sorgfältig.
  • Bei Zweifeln kontaktieren Sie die angeblich versendende Behörde oder Organisation direkt über eine bekannte und vertrauenswürdige Kontaktmöglichkeit.

Fazit: In einer zunehmend digitalisierten Welt ist der Schutz vor Phishing und anderen Betrugsmethoden wichtiger denn je. Es liegt an jedem Einzelnen von uns, wachsam zu bleiben und sich zu informieren, um sich vor solchen Bedrohungen zu schützen. Denn in einer Welt, in der sich Betrüger hinter digitalen Masken verstecken können, ist Information unsere stärkste Waffe.

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)