Die digitale Arena hat längst das Schlachtfeld des Nahostkonflikts erreicht. Statt Explosionen und Schüssen hallen hier Videos, Bilder und Nachrichten durch den Äther. Werfen wir einen genaueren Blick darauf, wie die als Terrororganisation eingestufte Hamas die sozialen Medien für ihre Propaganda nutzt und versucht, die Erzählung zu kontrollieren.

Die Evolutionsphase der Hamas-Propaganda

Die Hamas, die ursprünglich für ihre militanten Aktivitäten bekannt war, hat im Laufe der Jahre ihre Propagandatechniken in den sozialen Medien erheblich weiterentwickelt. Früher präsentierte sie sich hauptsächlich als gewalttätige Organisation, die die Befreiung Palästinas anstrebt. Inzwischen hat sie jedoch ihre Online-Strategie geändert und präsentiert sich als „humanitärer“ Freiheitskämpfer.

Dabei handelt es sich nicht um eine einfache Änderung der Taktik, sondern um eine ausgeklügelte Strategie, um Sympathien und Unterstützung der internationalen Gemeinschaft zu gewinnen. Die Verwendung von Bildern von Zivilisten und Kindern in Konfliktsituationen ist ein Beispiel für eine solche Taktik.

Die Macht der sozialen Netzwerke

Soziale Netzwerke wie Telegram und X (ehemals Twitter) bieten eine Plattform, die Informationen blitzschnell verbreiten kann. Das macht sie zu einem idealen Werkzeug für die Verbreitung von Propaganda. Die virale Natur solcher Plattformen, kombiniert mit der Möglichkeit, anonym zu bleiben und in Echtzeit zu interagieren, bietet eine beispiellose Reichweite. So kann ein Video oder eine Nachricht in kürzester Zeit Millionen von Menschen erreichen.

Umgehung des Algorithmus

Mit fortschreitender Technologie entwickeln Social-Media-Plattformen fortschrittliche Algorithmen, um gefährliche oder schädliche Inhalte zu identifizieren und zu blockieren. Die Hamas und ähnliche Akteure sind jedoch nicht untätig. Sie nutzen Techniken wie Algospeak, um ihre Botschaften so zu formulieren, dass sie von den Algorithmen nicht erkannt werden. Der Einsatz von Aversarial Attack-Techniken, bei denen Inhalte so verändert werden, dass sie für Maschinen schwer zu erkennen sind, ist ein weiterer Trick in ihrem Arsenal.

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Plattformen reagieren – reicht das aus?

Obwohl Plattformen wie TikTok und Meta proaktiv Maßnahmen ergreifen, um extremistische Inhalte zu identifizieren und zu entfernen, reagieren andere Plattformen, wie X, möglicherweise weniger aggressiv. Das stellt die Frage nach der Effektivität solcher Maßnahmen. Während es Fortschritte bei der Identifizierung und Entfernung solcher Inhalte gibt, bleiben immer noch Lücken, die von extremistischen Gruppen ausgenutzt werden können.

Der Einfluss von Desinformation

Desinformation kann sich im Informationszeitalter, in dem „gefühlte“ Wahrheiten oft mehr Gewicht haben als harte Fakten, leicht ausbreiten. An dieser Stelle möchten, ja müssen wir darauf hinweisen, dass Fehlinformationen nicht nur irreführend sind, sondern auch das Potenzial haben, tiefe gesellschaftliche Spaltungen und Unruhen auszulösen. In diesem komplexen digitalen Umfeld ist es wichtig, kritisch zu denken und Quellen sorgfältig zu prüfen.

Fazit

Der moderne Krieg wird nicht nur in der Luft und am Boden, sondern auch in der digitalen Welt geführt. Die Hamas hat den Wert der sozialen Medien erkannt und nutzt diese Plattformen geschickt für ihre Zwecke. Es ist wichtig, informiert zu bleiben und Fakten von Fiktion zu unterscheiden.

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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)