Mitten in der Sommerhitze schlägt ein Thema im Internet hohe Wellen, vor allem in den sozialen Medien und in Gruppen von Hundefreunden: die Gefahr der Verbrennung bei Hundepfoten durch heißen Asphalt. Diese Debatte flammt jedes Jahr zu Beginn der Sommerhitze auf. Die einen halten es für eine dringende Warnung, die alle Hundebesitzer ernst nehmen sollten, die anderen halten es für eine urbane Legende.

Wir von Mimikama möchten dieses Thema neben unserem „Leitfaden zur Vorbeugung und Ersten Hilfe bei Verbrennungen durch heißen Asphalt“ näher beleuchten.

Hitzewelle und Hunde: Eine umstrittene Diskussion

Die Warnungen sind nicht neu: Bei einer Lufttemperatur von 25°C kann sich der Boden auf 52°C aufheizen, bei 30°C sogar auf 62°C. Das kann für die Pfoten unserer vierbeinigen Freunde gefährlich werden. Es werden drei Verbrennungsgrade beschrieben, die sowohl Menschen als auch Hunde betreffen können: von Rötung über Blasenbildung bis hin zur Verbrennung.

Auf der anderen Seite gibt es diejenigen, die die Sorge um verbrannte Hundepfoten für übertrieben halten. Die „Sieben-Sekunden-Regel“, nach der der Handrücken sieben Sekunden lang auf den Asphalt gelegt werden soll, um die Temperatur zu messen, wurde als ungenau und überflüssig kritisiert.

Was sagen die Experten?

Eine Untersuchung von Malin Schneider, Hundeliebhaberin, Hundetrainerin und Tellington TTouch Coach von KynoLogisch, wirft in einem Artikel jedoch Zweifel auf, wie gefährlich heißer Asphalt für Hunde tatsächlich ist. Sie befragte eine Reihe von Tierärzten und Tierkliniken und stellte fest, dass es dort kaum Fälle von durch Asphalt verbrannten Hundepfoten gab. Inmitten der emotional aufgeladenen Debatte zeichnen Experteninterviews und Untersuchungen ein gemischtes Bild. Dr. Katharina Kessler von der Tierklinik Hofheim und Prof. Dr. Ralf Müller von der Ludwig-Maximilians-Universität München betonen, dass sie kaum Fälle von durch Asphalt verbrannten Hundepfoten gesehen haben.

Sie bestätigen jedoch, dass übermäßige Belastung, wie zu lange Wanderungen oder das Tragen von Rucksäcken, zu wunden Pfoten führen kann. Sie fügen hinzu, dass Hunde in der Regel sehr gut wissen, wo sie sich ausruhen und wo nicht.

Der gesunde Menschenverstand und die Rolle des Hundehalters

Eines scheint in der Diskussion klar zu sein: Der gesunde Menschenverstand der Hundehalter spielt eine wesentliche Rolle. Es ist sicher keine gute Idee, in der Hitze des Tages stundenlang mit dem Hund auf dem heißen Asphalt spazieren zu gehen. Verantwortungsvolle Hundehaltung bedeutet, die Bedürfnisse und das Wohlbefinden des Tieres stets im Auge zu behalten und entsprechend zu handeln.

Die Rolle der sozialen Medien

Wie bei vielen Themen, die in den sozialen Medien diskutiert werden, kann es schwierig sein, Fakten von Meinungen zu trennen. Inmitten von Fehlinformationen, anekdotischen Beweisen und hitzigen Diskussionen ist es wichtig, eine sachliche Perspektive beizubehalten und sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse zu stützen.

Fazit: Weiterer Forschungsbedarf und verantwortungsvolle Hundehaltung

Es gibt sicherlich noch viel Forschungsbedarf zu diesem Thema. Obwohl die bisherigen Daten darauf hindeuten, dass Verbrennungen durch heißen Asphalt nicht so häufig sind, wie oft behauptet wird, ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass es immer noch Risiken gibt, insbesondere in Zeiten der globalen Erwärmung, die zu immer heißeren Sommern führt.

Am Ende des Tages ist es die Aufgabe jedes Hundebesitzers, sich um das Wohlergehen seines Tieres zu kümmern und sicherzustellen, dass es sich bei allen Wetterbedingungen wohlfühlt. Ob das nun bedeutet, die Spaziergänge auf kühle Morgen- und Abendstunden zu verlegen, wasserbeständige Pfotenschuhe zu verwenden oder einfach nur achtsam zu sein – es ist ein kleiner Preis, um sicherzustellen, dass unser bester Freund gesund und glücklich bleibt.


Zitat aus dem Artikel, der es auf den Punkt bringt und den wir Hundebesitzer von Mimikama nur bestätigen können:

„Vielleicht lassen wir unseren souveränen Hunden bei gewöhnungsbedürftigen Umständen einfach einen Hauch mehr Leine, einen Hauch mehr Entscheidungsfreiheit, und stehen lieber eine Stunde früher auf, um das tägliche Gassi in die kühlen Morgenstunden zu verlegen, wenn der Boden sich noch nicht aufheizen konnte. Aber: Straßen bedeuten im Sommer nicht automatisch den spontanen Pfötchentod! Es braucht mehr als nur Hitze, damit den Pfoten Gefahr droht.“


Liebe Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer. Wir von Mimikama würden uns freuen, wenn Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema mitteilen. Haben Sie schon einmal Verbrennungen an den Pfoten Ihres Hundes bemerkt? Was tun Sie, um Ihren Hund an heißen Tagen zu schützen? Ihre Geschichten können dazu beitragen, das Bewusstsein für dieses wichtige Thema zu schärfen und anderen Hundebesitzern zu helfen. Senden Sie uns Ihre Erfahrung gerne über unser Meldeformular zu!

Quelle: SOMMER, PFOTEN & ASPHALT von Malin Schneider


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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)